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   12.04.2010
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International
FISTF
 
10./11. April – FISTF Major der Niederlande in Amsterdam
 
Österreicher eroberten Amsterdam

Zwei österreichische Mannschaften machten sich aus der Alpenrepublik auf in die Metropole der Niederlande und sahnten mächtig ab: Beide Teams standen im Finale des Mannschaftswettbewerbs, den der TFC Mattersburg schließlich mit 2-1 gegen den TFC Wiener Neustadt gewinnen konnte. Im Veteranenfinale machten die beiden Wiener Neustädter, Hinkelmann und Bamberzky es unter sich aus (4:2) und im Open-Finale standen sich zwei Matterburger gegenüber. Hier gewann der für die Österreicher spielende Niederländer Verhagen gegen Leitner mit 2:1.

Dominik SchluzUli Selsen
(links) D. Schulz (rechts) Uli Selsen 
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Aber auch die Leistungen, bzw. Ergebnisse der deutschen Spieler(in) waren okay. Besonders hervorzuheben sei Dominik Schulz (TSL Dortmund), der in der Open-Kategorie nicht nur stark spielte, sondern auch weit vorn landete. Im Achtelfinale versperrte ihm leider der Franzose Amberny den Weg ins Viertelfinale, indem er das entscheidende 0:1 wenige Minuten vor dem Ende schoss. Zuvor besiegte Schulz den Österreicher Blümel und die Belgier Rairoux und Herbecq. Lediglich in der Gruppenphase unterlag er – und auch nur knapp mit 1.2 - dem späteren Halbfinalisten Sergio Loureiro aus Portugal.

Bei den Veteranen sah es mengenmäßig im deutschen Lager besser aus, als in der Open-Kategorie, wo Schulz alleiniger DSTFBler im fast 70 Mann starken Feld war. Für Uli Selsen war wieder alles wie immer. Starke Gegner, knappe Niederlage. Gegen Martijn Bom gut gespielt und 0:1 verloren, gegen Marinucci noch besser gespielt und 1:2 verloren. Woran liegt es Uli? „Die schießen halt besser“, meinte Selsen anschließend. Ähnlich erging es auch dem Jungveteranen Thomas Vulpes (TSG Rain), der es mit Paolo Finardi und Richard Stolwijk zu tun hatte. Gegen Finardi lag er bereits 2:0 und 3:2 in Führung und unterlag dennoch mit 3:4. Gegen Stolwijk kämpfte er famos und unterlag trotzdem mit 2:3.

Ein weiterer Jungveteran ist Frank Hagenkötter, der zuletzt noch im LV West stark auftrumpfte und eigentlich mit breiter Brust hätte auflaufen müssen. Sei Auftaktmatch gegen Titi Giaux ging gründlich in die Hose. Vor der 0:6-Schlappe hatte sein Teamkollege Büsing ihm noch auf den Weg gegeben hier auf einen Gegner zu treffen „der unsere Kragenweite hat“. Noch leicht unter Schock des Vorspiels bugsierte sich der amtierende Westdeutsche Veteranenmeister noch zu einem einigermaßen verträglichen 1:3 gegen BVB-Fan Ron Corsten von Delft. Thossa Büsing stand in einer von zwei Vierergruppen des Feldes und hielt die DSTFB-Fahne hoch. Zunächst spielte er gegen den Delfter Marco Leeman 2:2. Trotz jeweiliger Führung ein gerechtes Remis. Danach folgte eine knappe Niederlage gegen Olivier Pere aus Belgien. Im letzten Vorgruppenspiel besiegte er den Niederländer Erwin Smit mit 2:0 und stieg als einziger Deutscher in die K.O.-Runden auf. Sein nächster Gegner hieß Marco de Bruin und der führte nach 25 Minuten 3:1. Doch der Niederländer musste auf sein Weiterkommen noch etwas warten. Büsing schaffte noch das 3:3 und als hätte man es riechen können: Sekunden vor Ende der Extra-time und dem drohenden Freistoßschießen erzielte de Bruin das 3:4. In Gruppe 11 stand der letzte deutsche Veteran, Rolf Sarnoch (Bergkamen) ziemlich auf verlorenem Posten bei starker Konkurrenz (Galiazzi, Landzaat, Marks). Dem Neuling sei gewünscht, international mal eine Auslosung zu erwischen, in der er es nicht nur so von Favoriten wimmelt.

(v.l.n.r.) Uli Selsen, Phil Redman, Thossa Büsing
(v.l.n.r.) Uli Selsen, Phil Redman, Thossa Büsing
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Titi Giaux gegen Frank Hagenkötter
Titi Giaux gegen Frank Hagenkötter
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In der U15-Kategorie traten mit Kai Hagenkötter (Dortmund) und Adis Sarnoch (Bergkamen) zwei DSTFBler an. Vom jungen Dortmunder war man überrascht, ihn nicht zumindest in den K.O-Runden zu sehen. Er spielte gegen den bislang unbekannten Portugiesen Gonzales 1:4 und nur 1:1 gegen den Belgier Gosset. Neuling Adis Sarnoch kann zwar inzwischen einen ordentlichen Ball schnippen, allerdings fehlt ihm noch irgendwie die Wettkampfbereitschaft. Für ihn gab es nur drei hohe Niederlagen, aber immerhin einen Torerfolg. Im U12er Poule befand sich Patrick Grunwald vom TFC Rheinhessen, der in der Vorgruppe einen 2. Platz belegte und somit das Viertelfinale ereichte. Gentlemen-like ließ er hier seiner Gegnerin Miriam de Jong mit 0:2 den Vortritt. Apropos Damen. Victoria Büsing konnte an dem Wochenende wieder einmal als Einzige vom DSTFB einen Pokal abräumen. Nach einem schwachen und torlosen Auftaktmatch gegen die ambitionierte Engländerin Maria Carmo, folgte eine knappe 0:1-Niederlage gegen die Topfavoriten Jessica Hardenne. Danach gewann die junge Deutsche gegen Annick Fraikin mit 2:0 und konnte somit erneut im Damen-Finale gegen Hardenne antreten. Auch wenn es hier eine 0:2-Niederlage gab, wurde deutlich, dass Victoria Büsing nicht nur punktemäßig in der Rangliste, sondern auch spielerisch immer näher an die Weltspitze heranrückt.

In der Mannschaftskategorie gab es zwei deutsche Anmeldungen, aber nach der kurzfristigen Hitdorfer Absage, musste neu ausgelost werden. Einzig die TSL Dortmund stand somit als deutsche Mannschaft im Feld der 24 Teams. Die Auslosung versprach allerdings wenig Hoffnung auf Erfolg. Zunächst unterlag die TSL in der Besetzung (Büsing, Büsing, Schulz, Selsen, Vulpes) mit 0 – 3 der 1. Mannschaft von Delft. Danach folgte eine überraschend ausgeglichene Begegnung mit AS Hennuyer. Bis kurz vor der Halbzeit lag die TSL immer vorne. Büsing gegen Ruelle und Vulpes gegen Goor führten, Selsen gegen Nullens remis und im Damenduell lag Dieudonné vor Büsing. Nachdem Goor mit einem Doppelschlag kurz vor der Halbzeit ausgleichen konnte, wurde Dominik Schulz für ihn eingewechselt. Doch auch er konnte am Ende nur 3:4 spielen, Ruelle gewann 2:3 und am Ende unterlag die TSL trotz guter Leistung mit 0 – 4. Das anschließende 4 – 0 gegen den SC Verviers B (Belgien) reichte nicht um eine Runde weiter zu kommen.

Im Rahmen des Major von Amsterdam kam es am Sonntag Nachmittag auch zu einem Länderkampf Deutschland – Niederlande in der Veteranenkategorie. Der Vergleich wurde auf freundschaftlicher Basis arrangiert und wurde nicht offiziell bei der FISTF angemeldet. Im Team der Niederländer standen Patrick de Jong, Pieter van Kooten (beide MMV Rijnmond), sowie Lucas Creemers und Marco Leeman von der SMV Delft. In den DSTFB-Dress schlüpften Thomas Vulpes (TSG Rain) und die Dortmunder Thossa Büsing, Uli Selsen und Fred Vulpes.

(Obere Reihe): Uli Selsen, Marco Leeman, Thomas Vulpes vor seinem Veteranen-Länderspieldebüt und Lucas Creemers.
(Obere Reihe): Uli Selsen, Marco Leeman, Thomas Vulpes vor seinem Veteranen-Länderspieldebüt und Lucas Creemers. (Untere Reihe): Pieter van Kooten, Thossa Büsing, Patrick de Jong und Fred Vulpes.
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Niederlande – Deutschland   2 – 1 (12:5)
Creemers - Büsing             1:2 (1:0)
Leeman – T. Vulpes           4:1 (2:0)
De Jong – F. Vulpes          6:1 (3:0)
Van Kooten – Selsen         1:1 (1:0)  

 

 

In beide Teams fehlten einige ihrer besten Veteranen, aber dennoch wurde es eine Begegnung, die die niederländisch-deutsche Freundschaft dokumentierte. Alle acht Akteure spielten Fairplay ohne Schiedsrichter mit großem Spaß an der Sache. Und von beiden Seiten wurde signalisiert, dies doch hoffentlich öfters zu machen, bzw. als feste Institution beizubehalten.

In der ersten Partie lief zuvor eine kleine Wette der beiden Kontrahenten (um ein Bier), wie ihr Endergebnis wohl sein würde. Creemers und Büsing tippte jeweils auf einen 2:1-Sieg. Somit ein doppelter Erfolg für Thossa, auf wenn das gesamtergebnis leider eine deutsche Niederlage darstellte. Zur Halbzeit sah es nämlich recht übel aus. Und irgendwie wollten die deutschen Veteranen sich auch keine Blöße geben. Thossa holte mit einem schwierigen und spektakulären Distanzschuss den Ausgleich, Thomas kam auf 1:2 an Marco Leeman heran. Und auch Fred verkürzte zwischenzeitlich auf 1:3. So wie man Thomas kennt, folgte Attacke nach vorne und Alarm hinten. Beide Vulpes-Brüder nahmen noch ein paar Tore hin. Selsen und Büsing dagegen schossen jeweils noch eins, so dass sich das Endergebnis erträglich darstellt. Bei allem sportlichem Ehrgeiz standen jedoch alle Spiele im Zeichen der freundschaftlichen Gemeinschaft. Also, ein Gesamtsieg für beide Teams.
Text: Thossa Büsing
Foto: Thossa Büsing und Thomas Vulpes
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