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   28.03.2010
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National
LV West

 

27. März 2010 – Westdeutsche Einzelmeisterschaften (Veteranen/ U19 /U15 /Mannschaft)

Frank Hagenkötters erster Veteranentitel

 

 

Im letzten Jahr waren es noch sechs Veteranen, in 2010 schon acht Spieler in der Altersklasse +40. Spielort am 27. März war das Jugendheim Yellowstone in Bergkamen-Oberaden, das exzellente und spannende Partien sah, sowie teilweise sensationelle Tore. Es ging hauptsächlich um den Titelgewinn und im Besonderen um vier Startplätze, die dem LV West bei der Deutschen Veteranenmeisterschaft am 17. April in Berlin zur Verfügung stehen. Und ganz nebenbei freuten sich alle Teilnehmer, dass Ralf Popp (früher VfL Kamen) nach fünf Jahren Pause sein Comeback feierte.
 

 
Die Teilnehmer der 2010er Veteranen-meisterschaft des LV West: (v.l.) Rolf Sarnoch, Frank Hagenkötter, Thossa Büsing, Uli Selsen, Ralf Popp, Sandro Salice, Dieter Sauerwein und Jürgen Fricke.
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Gespielt wurde in zwei Vierergruppen, Titelverteidiger Uli Selsen und Thossa Büsing waren als Gruppenköpfe gesetzt und alle anderen losten sich selbst in ihre jeweiligen Vorgruppen. Selsen, dem das Lospech eigentlich ein treuer Weggefährte zu sein schien, schaute wenig enttäuscht drein, als ihm Rolf Sarnoch, Ralf Popp und Dieter Sauerwein in die Gruppe A zugewiesen wurden. Anders dagegen die Mienen der Spieler in Gruppe B, in der sich drei der vier Topfavoriten auf den Titel befanden.
 
Selsen – Popp 5:0 (3 :0)
Selsen – Sarnoch 5:0 (2:0)
Sauerwein – Popp 4:1 (2:0)
Selsen – Sauerwein  1:0 (0:0)
Sarnoch – Popp  0:1 (0:0)
Sarnoch – Sauerwein 0:7 (0:3)
 
1. Uli Selsen 3  3 0 0 11-00   9
2. Dieter Sauerwein 3  2 0 1 11-02   6
3. Ralf Popp 3  1 0 2 02-09   3
4. Rolf Sarnoch 3  0 0 3 00-13   0
   
  Zu Null hielt sich der Titelverteidiger schadlos. Einzig im Spiel gegen Dieter Sauerwein wurde er gefordert, allerdings wussten beide bereits, dass es bei ihrem Spiel um Platz 1 oder 2 ging. Und welchen Brocken sie aus Gruppe 3 bekommen würden, machte den Kohl nicht fett – da war es gleich, ob man Gruppenerster oder – zweiter würde. Ralf Popp zeigte bei seinem Comeback nach fünfjähriger Pause eine sehr zufrieden stellende Leistung.
 
 
Büsing – Salice 0:0 (0:0)
Fricke – Hagenkötter 0:5 (0:2)
Büsing – Fricke 4:0 (1:0)
Salice – Hagenkötter 1:2 (0:2)
Büsing – Hagenkötter 3:3 (0:1)
Fricke – Salice 1:4 (1:1)
   
1. Frank Hagenkötter 3  2 1 0 10-04   7
2. Thossa Büsing 3  1 2 0 07-03   5
3. Sandro Salice 3  1 1 1 05-03   4
4. Jürgen Fricke 3  0 0 3 01-13   0
 

 

Einer der Favoriten würde jetzt schon auf der Strecke bleiben und auch Jürgen Fricke hat mit seinem Los (B2) nicht den Hauptgewinn gezogen. Doch, wer glaubte, der Routinier aus dem Sauerland würde sich hängen lassen, sah sich getäuscht. Von Spiel zu Spiel lief es besser bei ihm und viele Glanzparaden wurden vom Fricke-Keeper geleistet. Im Auftaktmatch boten Salice und Büsing eine hochklassige Partie, der lediglich die Tore fehlten. Am Ende waren beide froh, nicht verloren zu haben. Der Dortmunder Klassiker Salice - Hagenkötter bot ebenfalls hohe Subbuteokunst. War der 2:0-Führungstreffer für Hagenkötter, der Sekunden vor der Halbzeit fiel, vielleicht der Knackpunkt des Spiels? Danach konnte Salice zwar mehr Feldvorteile erringen und auch den Anschlusstreffer erzielen, jedoch eine knappe Niederlage nicht verhindern. Das Zittern begann nun bei ihm und auch für Thossa Büsing, der fünf Minuten vor dem Ende seiner Partie gegen Frank Hagenkötter beim Zwischenstand von 3:1 für Hagenkötter fast schon „weg vom Fenster“ war. Parallel kämpfte Sandro Salice gegen das Bollwerk Fricke an. Mittlerweile hatte Büsing seine Unzufriedenheit gegenüber seiner mangelnden Präzision im Griff, den Schock eines nicht gegebenen Treffers durch Schiri Selsen verdaut und angefangen ordentlich und druckvoll zu spielen. Ihm kam sicherlich zu Gute, dass sein Gegner nach dem dritten Tor im Glauben einer sicheren Führung zu laissez-faire agierte. Nachdem der 2:3-Anschlusstreffer drei Minuten vor dem Abpfiff fiel, setzte Büsing alles auf eine Karte und wurde mit dem Ausgleichstreffer in der letzten Spielminute belohnt.
 
 
Jürgen Fricke gegen Ralf Popp
Das hat es lange schon nicht mehr gegeben: Jürgen Fricke – Ralf Popp.
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Halbfinale (5 – 8)
Popp – Fricke                          0:0 (0:0) FS: 0:1
Salice – Sarnoch                      5:1 (4:0)
 
Darauf haben viele lange gewartet und nun wurde es wahr: Fricke – Popp 0:0. „War doch klar, oder?“, kommentierte Jürgen Fricke mit einem Augenzwinkern. Im zweiten Match ließ es Sandro Salice in der zweiten Halbzeit etwas langsamer gehen und prompt konnte auch Rolf Sarnoch, zumindest mit einem Ehrentreffer aufwarten.
 
Spiel um Platz 7
Popp – Sarnoch                       2:0 (0:0)
 
Die Erfahrung siegte. Erschöpft, aber zufrieden resümierte Ralf Popp am Ende des Turniers: „War geil, hat echt Spaß gemacht“. Bei Rolf Sarnoch, der erst über fünfmonatiger Spielpraxis verfügt, merkt man, dass er immer besser in Gang kommt.
 
Spiel um Platz 5
Fricke – Salice                          0:3 (0:1)
 
Die beiden zogen auch ihr zweites Spiel voll durch. Großes Kompliment an alle, die an diesem Tag nicht nur auf der Jagd nach Titel und Startplätzen waren, sondern richtig Spaß am Subbeln hatten.
 
Halbfinale
Selsen – Büsing                       0:3 (0:1)
Hagenkötter – Sauerwein           3:0 (2:0)
 
Uli Selsens Serie von acht LV West-Veteranenmeisterschaftsspielsiegen zu Null in Folge riss. Der Knackpunkt wird wahrscheinlich Thossa Büsings 1:0 gewesen sein. Ein irres Tor. Der Ball lag in Selsens Schusszone, allerdings ungünstig und näher der Seitenlinie, denn dem Tor. Zudem schien der Ball recht gut abgedeckt. Mehr schlecht als recht wagte Büsing im schnellen Spiel einen Schussversuch. Die angreifende Figur hätte sicherlich den Ball verfehlt. Da Uli Selsen jedoch mit seinem Körper unglücklich den Tisch ins Wackeln brachte, entschied Schiri Banscherus auf Wiederholung des Schusses. „Daran gab es überhaupt nichts zu deuteln“, bestätigte Uli Selsen. Und dann folgte etwas, was man allgemein als Sonntagsschuss bezeichnet. In 99 von 100 Fällen geht so ein Ball nicht rein. Büsing traf den Ball optimal ohne die gut postierte Verteidigerfigur zu berühren, der Ball bekam ob der geringen Angriffsfläche und der hohen Geschwindigkeit der angreifenden Figur eine kuriose Flugphase. Im hohen Bogen geflogen senkte sich der Ball rasch, touchierte sogar noch den hinteren Teil des Selsen-Keepers und landete völlig unerwartenden im Tor. Sensationell. Mit großer Sicherheit verteidigte Thossa Büsing weiter und nutzte die wachsende Unsicherheit seines Gegenübers schließlich indem er zwei weitere Treffer setzen konnte. Viel mehr Chancen gab es in dem Spiel auch nicht. Gleichzeitig duellierten sich Frank Hagenkötter und Dieter Sauerwein – zwar mit dem gleichen Endstand, allerdings mit anderem Spielverlauf. Schnell ging der Jungveteran Hagenkötter in Führung und baute diese zügig aus. Mit etwas mehr Konzentration als noch im Spiel zuvor und mit sicherer Hand sorgte er für seinen ersten Finaleinzug in ein Veteranenfinale.
 
Spiel um Platz 3
Selsen – Sauerwein                  2:1 (FS)
   
Die Zwei machten es kurz und knapp im Freistossschießen.
 
Frank Hagenkötter und Thossa Büsing
Nicht schlecht: Hagenkötter, Büsing.
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Finale
Büsing - Hagenkötter                1:1 (0:0) FS: 0:2
 
Beide Kontrahenten spielten kontrolliert offensiv. Oder anders: beide neutralisierten sich 25 Minuten lang, wenngleich man einen prozentual höheren Ballbesitz von Frank Hagenkötter wahrnehmen konnte. Büsing stand gewohnt tief in der Abwehr und verteidigte souverän. Dann setzte sich Hagenkötter über seine rechte Abwehrseite durch und ihm glückte ein umjubelter Schuss aus spitzem Winkel. Da passte alles, grandios. So macht Subbuteo Spaß! Thossa Büsing erinnerte sich an das 3:3 aus dem ersten Spiel und gab nicht auf – und wieder konnte er ausgleichen. Unglaublich. Noch weniger als zehn Sekunden zu spielen. Der Ball liegt nicht gerade optimal, aber innerhalb der Schusszone. Keine Zeit zum Zielen – einfach draufhalten – Toooooor!!! Aber zählt es? Der Zeitmesser piepte. Schiri Selsen entschied: Tor. Welch eine Spannung. Im sudden death dann ein umgekehrtes Bild. Nun drückte Büsing und Hagenkötter zeigte, dass auch er defensiv einiges drauf hat. Es kam zum finalen Freistossschießen und dem besseren Ende für Frank Hagenkötter. Er netzt seine Schüsse 4 und 5 ein.
 
Endklassement:
1. Frank Hagenkötter                 TSL Dortmund 61
2. Thossa Büsing                     TSL Dortmund 61
3. Uli Selsen                             TSL Dortmund 61
4. Dieter Sauerwein                   TSL Dortmund 61
5. Sandro Salice                       TSL Dortmund 61
6. Jürgen Fricke                        Borussia Bergkamen
7. Ralf Popp                            Borussia Bergkamen
8. Rolf Sarnoch                        Borussia Bergkamen
 
Da Dieter Sauerwein an den Deutschen Einzelmeisterschaften am 17./ 18. April in Berlin nicht teilnehmen kann, rückt Sandro Salice als qualifizierter Starter des LV West nach. Jürgen Fricke und Ralf Popp haben bereits Interesse bekundet, gegebenenfalls auch an der Deutschen Veteranenmeisterschaft am 17. April teilzunehmen, falls andere LV´s ihr Kontingent nicht stellen könnten.
 
 
 
Dortmund ist Westdeutscher Mannschaftsmeister
 
TSL Dortmund 61                    – Borussia Bergkamen          3 – 0 (18:4)
Frank Hagenkötter                    – Ralf Popp                             4:2 (1:1)
Kai Hagenkötter                        – Rolf Sarnoch/ Jürgen Fricke   11:0 (6:0)
Sandro Salice/ Uli Selsen          – Leif Banscherus                     1:1 (0:1)
Thossa Büsing                         – Adis Sarnoch                        2:1 (1:1)
 
Die Torfabrik Hagenkötter hatte zugeschlagen, doch Borussia Bergkamen hielt lange gut dagegen -siehe Halbzeitergebnisse. Bei den Bergkamenern vermisste man an diesem Tag nicht nur einige talentierte Jugendspieler, sondern auch ein paar Banscherus-Kollegen, die leider ausfielen. Banscherus, der an einem Leistenbruch laboriert, im April operiert wird und weder Amsterdam oder Berlin somit spielen könnte, zeigte dennoch eine reife Leistung gegen zwei deutsche Topspieler. Ralf Popp bewies in seinem Match gegen Frank Hagenkötter durchaus Geberqualitäten. Na ja, und dass Kai Hagenkötter eines der größten deutschen Subbuteotalente nach dem Berliner Kegenbein ist, sollte hinlänglich bekannt sein.
 
Wie der LV West bei der Deutschen Endrunde im Juni vertreten sein wird ist noch ungewiss. Als sicher gilt die Teilnahme der TSL, die wahrscheinlich auch zweite Mannschaft stellen würde. Ob Borussia Bergkamen ein Team stellen könnte, hängt von einigen Faktoren zusammen, die heute noch offen sind.  
 
 
Kai Hagenkötter siegt im Jugendbereich
 
Die Westdeutsche Meisterschaften in den Alterskategorien wurden möglicherweise ein Opfer der Osterferien. Letztendlich kamen dennoch zwei Endspiele in den Kategorien U19 und U15 zustande. Beide gewann Kai Hagenkötter (TSL Dortmund 61) souverän gegen den Bergkamener Adis Sarnoch, der sich immerhin zweifacher Westdeutscher Vizemeister 2010 nennen darf.

 

Text und Foto: Thossa Büsing
 
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